„Am Königsweg“ von Elfriede Jelinek

Fr 16. März 2018 20:00 - Pfauen

„Am Königsweg“ von Elfriede Jelinek,

„Der König sieht mir nicht danach aus, als würde er überhaupt irgendetwas tun wollen. Ausser Schulden machen, daran sind aber auch wir schuld.“

In Zentrum von Elfriede Jelineks düster-mäanderndem Text stehen Welten lenkende Könige und deren Herrschaft kommentierende Prophet(inn)en, beide mit Blindheit geschlagen. Sie richtet den Blick auf die gegenwärtigen Entwicklungen des Globus und lässt Stimmen und Motive aus der Mythologie und abendländischen Kulturgeschichte hervorschimmern, die sie als ewig kommentierende „sehende Dichterin“ paraphrasiert, konterkariert und ironisiert. Der „König“ Donald Trump, der seine Vormachtstellung den Tätigkeiten als Immobilienhändler und Casinobetreiber und Reality-TV-Darsteller verdankt, steht im Kontext eines Weltsystems, dessen Macht- und Besitzverhältnisse auf Kredit und Schulden beruht. Jelinek prophezeit das Versiegen der Worte derjenigen, die als Dichter und Denker die Zivilisation stets begleiteten.


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